Digitalisierung – Gemeinsame Chancen für Stadt und Land ergreifen

Digitalisierung und digitale Infrastruktur werden in zunehmendem Maße alle Lebensbereiche erfassen. Dies gilt nicht zuletzt für Planungs- und Beteiligungsprozesse. Es gilt zu verhindern, dass Digitalisierung und digitale Infrastruktur Disparitäten zwischen städtischen und ländlichen Räumen verstärken. Sie sollten als Katalysatoren für mehr Gemeinsamkeit und Interessenausgleich dienen, indem sie Monitoring, Management- und Governance-Instrumente verbessern.

Zukunftsorientierte Regionen brauchen Digitalisierungsmaßnahmen, die sektorübergreifend verstanden und sinnvoll für die intelligente Vernetzung eingesetzt werden. Insgesamt ist das Schaffen gemeinsamer Informations- und Entscheidungsgrundlagen unter Berücksichtigung der Chancen und Grenzen der Digitalisierung für die regionale Entwicklung ein zentrales Querschnittsthema vieler Verbundprojekte.

1. Workshop Digitalisierung - Dortmund

Hintergrund

Der erste Workshop Digitalisierung baut auf Diskussionsergebnisse der Auftaktkonferenz Stadt-Land-Plus im November 2018 auf. Im Querschnittsworkshop „Digitalisierung“ wurde einvernehmlich festgestellt, dass Digitalisierung eine wesentliche Voraussetzung für die Bearbeitung komplexer Aufgaben (ausgeprägt beim Thema Flächenmanagement, Wohnungsbau) im interkommunalen, regionalen Verbund ist und (planerische) Entscheidungen mit digitalen Systemen sehr viel schneller, fundierter und vor allem integrativer vorbereitet werden können.

Digitalisierung und digitale Angebote eröffnen auch vielfältige Möglichkeiten, innerhalb der Region eine höhere Leistungsfähigkeit und somit Lebensqualität zu generieren. Beispiele sind Mobilitäts- und Bildungsangebote. Es gilt diese digitalen Möglichkeiten gezielt einzusetzen und für die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse zu nutzen.

Im Hinblick auf die weitere Bearbeitung im Rahmen der Fördermaßnahme wurde festgestellt, dass es noch nicht um Produkte gehen kann, dass aber ein frühzeitiger Know-how-Austausch zu geeigneten Systemen (GIS), zu organisatorischen, methodischen und rechtlichen Fragen (auch Datenschutz) als sehr hilfreich eingeschätzt wird.

In einer Vorabfrage wurden die Verbundkoordinator*innen über die Workshopplanung unterrichtet und gebeten, ihre thematischen Interessen zu benennen. Die Antworten zeigen ein starkes Interesse an dem Erfahrungsaustausch mit einer hohen Priorität für einen Überblick über die bestehenden Web-GIS-Lösungen und die Sammlung und Ermittlung von (Web-)GIS-Bedarfen innerhalb der SLP-Projekte. Eine weitere Thematik mit ausgeprägtem Interesse betrifft die Verbesserung des öffentlichen Leistungsangebotes und den Zusammenhang mit gleichwertigen Lebensbedingungen.

Danach ergeben sich folgende Ziele für den Workshop:

  • Know-How-Austausch zu geeigneten Systemen, organisatorischen, methodischen und rechtlichen Fragen (auch Datenschutz) sowie Standardisierungsprozessen = instrumentelle Ebene: Digitalisierung als Katalysator für fundierte und effiziente Planung, Monitoring, Datenmanagement und Entscheidungsunterstützung.
  • Know-How-Austausch zum Beitrag von Digitalisierung zur Leistungsverbesserung in für gleichwertige Lebensbedingungen relevanten Handlungsfeldern = konzeptionelle Ebene: Strategische Chancen der Digitalisierung (etwa zur Raumüberwindung, integrierte Mobilität, Daseinsvorsorge) für eine nachhaltige Entwicklung.
  • Vereinbarung zur Zusammenarbeit der Verbundvorhaben und möglichen Entwicklung gemeinsamer Produkte (z. B. Bildung einer Arbeitsgruppe der Verbundvorhaben und des Querschnittsprojekts zur Abstimmung des Wissens- und Datenmanagements in SLP; Anschieben einer gemeinsamen Publikation als Review zur strategischen Bedeutung der Digitalisierung für Stadt-Land-Beziehungen). Auch werden Forschungsbedarfe sowie der Begriff gleichwertiger Lebensverhältnisse im Kontext der Digitalisierung dargelegt (Was kann das SLP Querschnittsthema Digitalisierung leisten und wie kann es zum SLP Querschnittsthema Gleichwertige Lebensverhältnisse abgrenzt werden, wo gibt es Synergien?).

Programm

Entwurf des Programms finden Sie hier.

Koordinaten und Anmeldung

Wann: 8. Mai 2019

Wo: Rathaus der Stadt Dortmund (Saal Westfalia)
Friedensplatz 1, 44135 Dortmund

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und auf Vorhaben der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus fokussiert. Im Hinblick darauf, dass die Thematik auch bei der Fachkonferenz 2018 der Fördermaßnahme „Kommunen innovativ“ auf reges Interesse stieß, wird ein begrenztes Kontingent von Plätzen auch Verbünden dieser Fördermaßnahme angeboten. Wir empfehlen eine frühzeitige (spätestens bis 27. April 2019) Anmeldung mit Mail an institut@raum-energie.de oder unter diesem Link.