Beiträge für Stadt-Land-Plus Sessions bei Deutschem Kongress für Geographie bis 04.02.2019 einreichen

Fachsitzungen zu stadtregionalem Landmanagement und Dynamiken der Flächenneuinanspruchnahme

Call for Paper - Deutscher Kongress für Geographie, 25.-30.9.2019, Kiel

Die Deutsche Gesellschaft für Geographie und das Geographische Institut der CAU Kiel laden zum Deutschen Kongress für Geographie 2019 nach Kiel ein. Weitere Informationen finden Sie hier.

Mehrere Stadt-Land-Plus-Vorhaben beteiligen sich aktiv an der Konferenz. Unter anderem führen die Vorhaben Interko2 und StadtLandNavi eine Fachsitzung unter dem Titel "Nachhaltiges Flächenmanagement in europäischen Großstadtregionen. Herausforderungen, Instrumente und Akteure" und NEILA zum Thema "Vom Tauschen und Teilen - Stadtregionales Landmanagement in Wachstumsregionen" durch.

Folgen Sie diesem Link zur Einreichung von Beiträgen bis spätestens 04. Februar 2019.

Ausschreibung Fachsitzung L8-FS-211: Nachhaltiges Flächenmanagement in europäischen Großstadtregionen. Herausforderungen, Instrumente und Akteure

Nicht zuletzt mit dem Ziel, die UN-Sustainable Development Goals zu erfüllen, bemühen sich Entscheidungsträger aus Politik sowie Akteure aus Verwaltung und Wissenschaft im Rahmen von Maßnahmen des sogenannten nachhaltigen Fächenmanagements seit nunmehr einigen Jahren um eine Begrenzung der Neuinanspruchnahme von Siedlungsflächen. Während in anwendungsorientierten Forschungsprojekten diesbezüglich inzwischen intensive Erfahrungen gesammelt wurden, mangelt es bislang noch an einer ganzheitlichen Diskussion von nachhaltigem Flächenmanagement. Die Fachsitzung nimmt dies zum Anlass, den aktuellen Diskussionsstand zu dieser Thematik mit drei Vorträgen systematisch aufzubereiten. Exposés für mögliche Beiträge sollten auf einen der drei zentralen Teilaspekte fokussieren:

  • Herausforderungen. Die Fachsitzung diskutiert theoriegeleitete und/oder fallstudienbasierte Analysen der Dynamiken der Neuinanspruchnahme von Siedlungsfläche, die die Notwendigkeit nachhaltigen Flächenmanagements illustrieren bzw. einem solchen entgegenstehen.
  • Instrumente. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Instrumente zur nachhaltigen Flächenplanung konzipiert und teilweise auch in gesetzlichen Bestimmungen (z. B. Bebauungspläne der Innenentwicklung im Bau- und Planungsrecht) verankert. Darüber hinaus wurden in vielen anwendungsbezogenen Projekten weitere Instrumente zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme (z. B. handelbare Flächenzertifikate) entwickelt. Die Fachsitzung behandelt vor diesem Hintergrund Best Practices und Wirkungen derartiger instrumenteller Innovationen.
  • Akteure. Ressourcenschonendes Flächenmanagement verlangt insbesondere in Großstadtregionen nach einer intensiven Kooperation vielfältiger Akteure. Insbesondere bei zunehmendem Siedlungsdruck in den großstädtischen Kernen und ihrem unmittelbaren Umland erweisen sich der Umgang mit divergierenden Interessen und der Austausch von Informationen zwischen vielfältigen heterogenen Akteuren als zentrale Herausforderung für ein nachhaltiges Flächenmanagement. Vor diesem Hintergrund diskutiert die Fachsitzung auch Fallstudien, die die Wirkweisen von interkommunaler Zusammenarbeit im Zusammenhang mit einem nachhaltigen Flächenmanagement aus unterschiedlichen theoretischen Perspektiven untersuchen.

 

Ausschreibung Fachsitzung LT8-FS-197: "Vom Tauschen und Teilen – Stadtregionales Landmanagement in Wachstumsregionen"

Siedlungsentwicklung ist ein regionales Thema. Die Auswirkungen neuer Wohn- und Gewerbestandorte überschreiten häufig administrative Grenzen. Der aktuelle Wachstumsdruck in vielen Großstädten erhöht die Notwendigkeit, interkommunale Vorgehensweisen zur Bereitstellung von Wohn- und Gewerbeflächen auszuhandeln, um dem zunehmenden Entwicklungsdruck auf die begrenzte Ressource Land und den damit einhergehenden Nutzungskonflikten zubegegnen. Zudem sind auch Wachstumsregionen häufig durch kleinräumig divergierende Entwicklungen geprägt, die von Wachstum – insbesondere in den urbanen Kernen – über Stagnation bis hin zu aktuellen oder prognostizierten Schrumpfungsprozessen reichen. Dies erschwert Aussagen über zukünftige Flächenbedarfe und verdeutlicht die Notwendigkeit, differenzierte Informationsgrundlagen zu kurz- und langfristigen Wirkungen von Flächennutzungen bereitzustellen, auf deren Grundlage eine stadtregional abgestimmte Siedlungsflächenentwicklung erfolgen kann.

Diese Fachsitzung soll aus einem transdisziplinären Blickwinkel sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch kommunale und regionale Erfahrungen zu Ansätzen des stadtregionalen Landmanagements in Wachstumsregionen zusammenführen. Mögliche Anknüpfungspunkte für Beiträge sind:

  • Empirische Analysen: z. B. mehrdimensionale Analysen zu stadtregionalen Flächenbedarfen (z. B. differenziert nach Nutzungen, quantitativen und qualitativen Bedarfen oder verschiedenen Zeithorizonten) oder zu „Überschwappeffekten" der Großstädte
  • Fallbeispiele: z. B. zu stadtregionalen wissensbasierten Entscheidungsgrundlagen zur Flächenentwicklung (z. B. zu Monitoringansätzen oder digitalen Entscheidungshilfesystemen zu den Folgewirkungen der Siedlungsentwicklung, insb. auch Erfahrungsberichte zur Anwendung dieser Tools in der Praxis), konkrete Projekte zum interkommunalen Lasten-Nutzen-Ausgleich in der Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung (z. B. zu „Tauschgeschäften" oder gemeinsam getragenen sozialen Infrastrukturen) sowie zur Herstellung von „mehr Verbindlichkeit" in (zunächst) informellen interkommunalen Kooperationen im Landmanagement
  • Theoretisch-konzeptionelle Beiträge: z. B. zu den Anforderungen an stadtregionales Landmanagement im Spannungsfeld zwischen informeller Kooperationen, Umsetzungsinstrumenten und formeller Regionalplanung oder zur Evaluation der Wirkungen regionalen Landmanagements.

Beiträge können bis zum 25.1.2019 über die Kongresswebsite eingereicht warden.

 

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