Nahversorgung in Deutschland

Zwei Bahnsteige in Guntershausen. Im Hintergrund sind verschneite Bergwipfel zu sehen, drum herum grüne Büsche, Felder und ein Turm.

Bundesweit wohnen rund 75 % der Bevölkerung in maximal 1000 Metern Entfernung zu einem Supermarkt, einer Hausarztpraxis oder einer Grundschule. Für Apotheken liegt dieser Wert mit 67 % niedriger, für ÖPNV-Haltestellen dagegen mit 93 % deutlich höher. In Großstädten profitieren die meisten Menschen von einer guten Nahversorgung, doch selbst dort haben nur 84 % alle fünf Versorgungsangebote in fußläufiger Distanz. In ländlichen Gemeinden erreichen hingegen 21 % der Bevölkerung keines der fünf Angebote zu Fuß und 24 % nur eines der Angebote, meistens eine Haltestelle.

In ostdeutschen Landgemeinden sind die Entfernungen zu Versorgungsangeboten größer als in westdeutschen. So beträgt die durchschnittliche Distanz zum nächsten Supermarkt dort knapp 3 km, während sie in westdeutschen Landgemeinden bei 2 km liegt. Zu den Landgemeinden zählt das BBSR Gemeinden mit weniger als 5000 Einwohnern.

Die Analyse basiert auf einem rasterbasierten Entfernungsmodell im Geoinformationssystem (GIS). Als Datengrundlage dienen Standortinformationen aus dem Datensatz „Points of Interest Bund (POI-Bund)“ des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie (BKG) sowie Haltestelleninformationen aus Fahrplanabfragen der Deutschen Bahn. Die Bevölkerungsdaten stammen aus dem Zensus 2022. Die Ermittlung der fußläufigen Erreichbarkeit erfolgt auf Basis eines 100x100-Meter-Rasters entlang des Fußwegenetzes von OpenStreetMap (OSM).

Die vollständige Analyse, einschließlich Methodik und detaillierter Ergebnisse, ist in der Publikation BBSR Analysen Kompakt 1/2025 erschienen. Nähere Informationen finden Sie außerdem im Fachbeitrag „Indikatoren zur Nahversorgung“.

Quelle und weitere Informationen finden Sie auf der BBSR Website hier.

 

Zurück